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Mit dem Brocken zum Brocken Teil II…

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Nach einer kurzen aber ruhigen Nacht klingelt um 06:00 Uhr der Wecker. Draußen ist es noch total dunkel und ich bin noch richtig müde und? Ich glaube, ich stehe erst um 07:00 Uhr auf. Vielleicht ist es da dann hell?

Eine Stunde später puhle ich mich dann aus mein warmes Bettchen, werfe die Stallklamotten über und koche mir einen Tee und setzte einen Kaffee auf. Nun wecke ich den Brocken, damit der in die Nasszelle kann und trage ihm auf, doch bitte auch die beiden Krümel-Brocken-Kinder zu wecken, wenn er fertig ist. Und ich verschwinde dann mal in den Stall.

Es ist immer noch leicht dunkel und die Pferde blinzeln mich ungläubig an, als ich das Licht anmache. Normalerweise haben sie um diese Uhrzeit noch eine Stunde Zeit, bevor es raus geht. Shadow streckt sich, geht dann aber doch nach draußen, gefolgt von Sparky und Curly. Draußen bekommen sie Heu vorgelegt, weil auf der Wiese nicht mehr genug Gras ist. Alles schon weggemampft. Dann miste ich die Boxen aus, streue ein, bereite das Futter für den Abend vor, lege schon Heu in die Schubkarre für den nächsten Morgen. Versorge die fünf Hasen mit Wasser, Futter, Heu und Möhren, fülle den Katzennapf mit Brekkies auf und schreibe meiner Freundin noch einen Zettel, damit sie auch am Abend meine Igelchen nicht vergisst.

Noch ein kurzer Rundumblick ob alles in Ordnung ist und mein Blick bleibt an Lucie, dem Hundewutz hängen. Sie fusselt. Ich frage mich, ob Schäferhunde Schockfusseln bekommen wie manche Menschen Angstschweiß? Sie hat ja nun gesehen, wie ich die Taschen gepackt habe und ist schon furchtbar aufgeregt, weil sie denkt, jemand, schlimmstenfalls ich, lässt sie alleine. Sie glaubt natürlich nicht, dass sie auch mit darf, obwohl ich es ihr schon gesagt habe. Ich sage allerdings auch immer, dass ich gleich wiederkomme und bleibe dann zehn Stunden auf der Arbeit. 

Naja, jedenfalls fusselt sie ganz fürchterlich. Ich Bürste sie solange, bis sie scheinbar keine losen Haare mehr hat und ein Schäferhund ohne Knochen den Boden bedeckt. Sie mag das Bürsten nicht und versucht immer in die Bürste zu beißen, was es nicht gerade leichter macht. Aber auch das ist irgendwann geschafft. Dann noch schnell mit dem Sparbuch zur Bank und nachdem der Urlaub auch finanziell gesichert ist geht es wieder ab nach Hause.

Ich gehe wieder ins Haus und die Krümel-Brocken-Familie ist so weit fertig, bis auf das Krümelkind, die NICHTS zum anziehen hat und nicht mit kann und das Brockenkind, welches schon angezogen ist, aber fragt, ob er nicht doch lieber zu Hause bleiben könnte. Ich gehe erstmal Duschen. Das entspannt.

Dann packen wir das Auto. Provianttasche vorne in den Fußraum, rechts hinten das Brockenkind, links hinten das Krümelkind(hat doch etwas zum Anziehen gefunden) und in die Mitte die Reisetasche und die beiden Rucksäcke. Das ist ganz schön eng, aber hinten muss ja die Lucie-Wutz rein. Wo ist eigentlich die Leine? Lucie sitzt vor dem Auto und schaut traurig, weil sie denkt, wir bringen sie weg oder lassen sie alleine. Die Kinder quellen wieder aus dem Auto und die Leine, die wir ja hier eigentlich nie brauchen, bleibt ungefunden. Macht ja nix, wir fahren ja noch am Landhandel vorbei, da gibt es auch Hundeleinen. Außerdem wollen wir vielleicht auch mit der Brockenbahn fahren, und eine Freundin erzählte, dort wäre Maulkorbpflicht. Also kann ich den dort auch gleich noch käuflich erwerben.

Alle quellen wieder ins Auto, der Hund darf es sich hinten gemütlich machen und schaut immer noch traurig, da sie auch die Möglichkeit kennt, in eine Tierpension abgeschoben zu werden. 

Den Navi eben noch eingestellt und schon geht es los in Richtung Harz.

Die Fahrt ist wunderbar. Der Brocken ist ein gemütlicher Fahrer. Das Navi leitet uns souverän in Richtung Ziel. Je weiter wir in die Nähe des Harzes kommen, desto hügeliger wird es. Entlang der Autobahn gibt es Obstbaumwiesen auf denen die Kirschbäume rot in der Sonne leuchten und die Hänge der Hügel Indian-Summer-Bunt. Ich würde am liebsten von der Bahn abfahren und auf den Obstbaumwiesen rumlaufen und hunderte Fotos machen, der Brocken ist, genau wie das Navi, Zielorientiert und am „Urlaubsort“ gibt es doch bestimmt auch genügend hübsch gefärbte Bäume. Also geht es ohne Zwischenstop weiter.

Staus sehen wir nur auf der Gegenfahrbahn und so kommen wir nach 2 1/2 Stunden Fahrt am Ziel an. Der Wagen wird geparkt. Der Hund ist auf einmal Hyperaktiv und ich wusste gar nicht, dass der Kofferraum mit Teddyfell ausgelegt ist. Ach nee, der Hund fusselt schon wieder. Sie presst sich an mein Bein und die Jeans gleicht dort einem Flokati. Toll… 

Eintritt entrichten und Schlüssel abholen sind kein Problem für die Menschen, allerdings für die Lucie. Ich verschwinde im Office und höre die ganze Zeit ihr Fiepen. Sie will ihr Rudel ständig um sich haben und zwar komplett, wenn einer weg geht, geht das gar nicht. Die Freude, als ich nach ca. 10 Minuten wieder rauskomme, ist grenzenlos, schwub sieht die ganze Hose wie ein Flokati aus. Braves Hündchen…

…Weiter geht es in den nächsten Tagen mit Teil III…

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