Drei Tage ohne Telefon…

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Am Dienstag versagte auf einmal mein Festnetztelefon. Akku kaputt, es lässt sich absolut nicht mehr aufladen. Macht ja nichts. Für den Notfall hat man ja ein Handy und der Aldimarkt hier um die Ecke hat am 13.10.2011 Telefone im Angebot. Solange komme ich wohl ohne Telefon aus. Denn Aldi bietet nur ein einziges Modell an. Da muss ich nicht gefühlte tausend Telefone anschauen und mich fragen, ob dieses nicht besser für uns geeignet ist oder doch das andere… 

Am Mittwoch dann die Überraschung. Das Mobiltelefon meines Mannes geht nicht mehr. Er hat keinen Empfang. Großzügig wie ich bin, gebe ich ihm mein Telefon, da er ja selbstständig ist und erreichbar sein muss. Wir basteln die SIM-Karten aus und ein und? Mein Telefon hat plötzlich auch kein Empfang mit seiner SIM-Karte. Logische Folgerumg? – Die SIM ist hin… …wieder ein wildes Getausche und? Das Kotzkrümelchen hat mit ihrer SIM auch keinen Netz-Empfang mehr…

Die Prinzessin auch nicht und wir haben alle D2.

Nun trug es sich zu, das wir bei unserer Untermieterin (heißt so, weil sie die Wohnung unten in unseren Haus bezogen hat) zum Geburtstag eingeladen waren. Familie Untermieter zählt drei Personen und einen Kater und sie besitzen drei Handys die alle über D2 laufen, ähm naja, zur Zeit halt nicht. Acht der Gäste sind auch bei D2. Und? Nichts – Nada! Kein Netz-Empfang.

Einer der Gäste wusste auch warum. 

Er hatte gesehen, wie Techniker an dem Sendemast gewerkelt haben.

Also sollte das Problem ja bald behoben sein.

Ein Problem – der Prinz ist noch unterwegs und er sollte anrufen, wenn er abgeholt werden will. Er ist ein paar Orte weiter zu einem Dorffest und hat natürlich Empfang. Netterweise durfte ich von dem Telefon meiner Untermieterin telefonieren und wir konnten eine Zeit und einen Treffpunkt ausmachen, so dass es dann doch kein Problem war.

Am nächsten Tag?

Immer noch kein Empfang. 

Das Problem scheint wohl etwas größer zu sein.

Ich fahre zur Arbeit und dort habe ich guten Empfang, wenn ich ihn dort auch nicht brauche, da wir kein Handy bei uns haben dürfen. Haha…

Donnerstag Abend immer noch kein Empfang, Freitag morgen dann auch nicht. 

Da ich etwas Zeit habe, fahre ich zu einer Freundin. Sie wohnt ca. sechs Kilometer von uns entfernt und hat immer schlechten Empfang. Heute hat sie zwei Balken, aber auch nur, wenn man mit dem Kopf unter der Stahldunstabzugshaube bleibt. Wehe man bewegt sich. Dann ist das Gespräch plötzlich weg.

Ich rufe den Service an. Nachdem ich mich gefühlte Stunden durch das Service-Menü getippt habe und die dann endlich merken, dass ich nicht nur eine Info will, sondern ich schon mit einer lebendigen Service-Kraft telefonieren muss, werde ich durchgestellt.

Ansage:“Zur Zeit sind alle Leitungen belegt, bitte haben sie ein bisschen Geduld, sie werden sofort mit einem Mitarbeiter verbunden, wenn eine Leitung frei wird. Wir unterhalten sie so lange mit Musik.“

Danke! Die Musik ist ganz nett. Wenn sie dann zum 10x von vorne anfängt, dann nervt sie allerdings ein wenig. Zwischendurch noch einige kleine Werbeeinblendungen: „Wenn sie ein I-Phone wollen, dann rufen sie zur Bestellung kostenfrei diese Nummer an…“ 

Ich will kein I-Phone!!!

Dann komme ich endlich durch. Eine nette Frau wünscht mir superfreundlich:

Sie: „Guten Morgen, herzlich willkommen bei Vodafone, mein Name ist Gundula Handyfrau*, was kann ich für sie tun?!“

Ich: „Guten Morgen, ich bin das Kotzkrümelchen und ich wohne in der und der Heidestadt mit der und der Postleitzahl und hier ist kein Netz-Empfang für D2! Meine Nummer ist 017……..“

Sie: „Ja aber sie rufen mich doch gerade mit dieser Nummer an!“

Ich: „Ja, aber ich bin ca. sechs Kilometer von zu Hause weg und hänge mit dem Kopf unter einer Dunstabzugshaube, damit ich überhaupt Empfang habe.“

Sie: „Dann ist ihr Handy oder sie SIM schon mal nicht kaputt!“ (Ach was!)

Ich: „Ach was! Allerdings funktioniert bei mindestens 15 Handys, die alle bei D2 sind das mit dem Empfang auch nicht.“

Sie: „Wie weit ist denn der nächste Sendemast von ihnen entfernt?“

Ich: „Ca. drei Kilometer Luftlinie…“

Sie: „Vielleicht sind Berge im Weg? Ist es bei ihnen sehr bergig!“

Ich: „Na, es könnte natürlich sein, dass ein paar neue Maulwurfshügel über Nacht den Empfang so massiv stören, dass hier nichts mehr davon ankommt! Ansonsten haben wir hier keine Hügel!“

Sie: *lacht und sagt überfreundlich* „Sie sind ja soooo ironisch. Sie wohnen also in Schleswig Holstein?“

Ich: würde am liebsten sagen ‚Hach, sie sind ja soooo blöd!‘ verkneife es mir aber und sage: „Nein, ich wohne in der Heide, Niedersachsen!“

Sie: „Ach so, für Niedersachsen haben wir keine Störungen, nur für Schleswig Holstein. Bei ihnen müsste alles in Ordnung sein!“

Ich: „Hier ist aber nicht alles in Ordnung. Ich kann nicht telefonieren und mit mir bestimmt ganz viele andere Menschen.“

Sie: „Sind sie damit einverstanden, dass ich kurz wieder Musik einspiele, ich muss eben mal etwas nachschauen!“

Sie wartet meine Antwort gar nicht erst ab und ich höre wieder das Gedudel.

Ca. eine Minute später ist sie wieder da.

Sie: „Also Frau Kotzkrümelchen, es besteht in ihrem Gebiet keine Störung, vielleicht müssen sie einfach mal das Netz wechseln?“

Ich: „Wie jetzt, soll ich zu D1, oder was?“ (Kotzkrümelchen ist leicht verwirrt)

Sie: „Nein, sie können mit ihrem Handy die Netzeinstellung wechseln. Wenn das eine nicht mehr funktioniert, dann nehmen sie halt ein anderes!“

Ich: „Ich benutze dieses Netz seit 1992 ohne Störungen und ich weiß auch nicht wie man das ändert. Ich will es auch gar nicht ändern!“

Sie: „So kommen wir nicht weiter!“

Ich: „Stimmt. Ich sage ihnen jetzt, das ich für etwas das nicht funktioniert auch nichts bezahle. Also bitte reparieren sie ihren Sendeturm!“

Sie: „Ich werde das mit den Technikern absprechen und melde mich dann bei Ihnen!“

Ja nee, iss klar!

So was kennen wir ja und schwub hat man nie wieder etwas von der Gutsten gehört und keiner weiß überhaupt, dass man angerufen hat… …dann ruft man nochmal dort an und kann alles nochmal von vorne erzählen.

Ich lasse es darauf ankommen.

Ich lasse mein Handy auf dem Cerankochfeld unter der Dunstabzugshaube liegen und warte…

Nicht vergebens, nach ca. einer Tasse Tee und zehn Minuten später ruft die nette Vodafone-Else wieder an.

Sie: „Es scheint einen Fehler zu geben. Hier häufen sich die Meldungen aus ihrer Region und die Techniker sind schon dabei, den Fehler zu beheben! Wir melden uns bei Ihnen, wenn sie wieder Empfang haben!“

Ich bedanke mich artig und kann es kaum glauben. Mal sehen, wie lange es dauert!

Zwei Stunden später habe ich auch zu Hause wieder Empfang und alles ist wieder gut… …gemeldet hat sie sich aber allerdings nicht! Aber ich hab‘ ja auch so gemerkt, dass es wieder funzt! :D

*richtiger Name ist dem Kotzkrümelchen wohlbekannt

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Gestern an der Kasse…

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Leider haben sie den Supermarkt in der Nähe meiner Arbeitsstelle wegen Umbauarbeiten geschlossen und ich musste nun in meiner relativ kurzen Mittagspause etwas weiter gehen um mir eine Flasche Wasser zu kaufen.

Ich gehe also schnellen Schrittes zu dem mir völlig unbekannten Supermarkt und stehe als erstes in der Gemüseabteilung. Da ich mich nicht auskenne, muss ich den ganzen Markt durchqueren um zur Getränkeabteilung zu gelangen und schwub habe ich noch ein Brötchen, so eine ganz besondere Teemischung in witzigen Stoffbeuteln (sieht ein bisschen aus wie feines, glänzendes Fliegengitter), einen fertigen Cafe Latte Macchiato und eine Flasche Volvic Landapfel in den Händen. Endlich finde ich das Wasser, klemm mir die Flasche unter den Arm uns stelle mich an der Kasse an. 

Vor mir stehen vier Personen, die nur so zwei-drei Teile haben und einer mit einem Wocheneinkauf. Ich hätte ja bestimmt auch noch mehr gefunden, aber leider habe ich nur zwei Arme und jetzt schon Probleme alles zu tragen. Es ist wirklich schlimm, mit einem Hüngerchen einkaufen zu gehen. Alles sieht ja irgendwie viel verlockender aus. Ich stehe also an der Kasse und überlege noch kurz, ob ich mir noch ein Ü-Ei oder einen Kinderriegel kaufen und wie ich die Flaschen halten soll, ohne das mir die Arme abfallen, da drängelt sich der ältere Herr, der hinter mir stand, vor. Er stellt sich einfach vor mich und grinst mich auch noch an.

Ich: „Hallo? Was soll dass denn jetzt werden?

Er:  „Ich wollte mir ein bisschen Ärger einhandeln!“

Ich: „Also erstens können sie fragen, ob sie vor dürfen und zweitens können sie jetzt wieder hinter mir zurück in die Reihe, damit sie lernen, dass man fragen muss, wenn man vor will!“

Er: grinst, zeigt mir seinen Bon „Hier, ich habe nur einen Zettel, ich will nur etwas fragen…“

Ich: „Das ist mir egal. Ich habe auch nur ein paar Teile und muss gleich wieder zur Arbeit und habe sehr wenig Zeit!“

Er: (laut)  „Guckt mal ALLE, hier ist  jemand so doof und arbeitet!“ (wieder zu mir, etwas leiser) „Das würde mich aber nerven, ich gehe nicht arbeiten, der Staat zahlt mir genug zum Leben!“

Ich: „Na dann haben sie ja Zeit und können wieder nach hinten gehen!“ 

Er macht es sogar, vielleicht hat er ein bisschen Mordlust in meinen Augen aufblitzen sehen? Nachdem er wieder meinen Hinterkopf zu sehen bekommt „unterhält“ er sich (ich glaube, die wollen gar nicht mit ihm reden) mit einigen Kids darüber, wie man so doof sein kann und arbeiten geht, wenn man doch auch auf Staatskosten leben kann. Er hätte das nicht nötig, es würde ihm gut gehen. 

Ich sage mal einfach gar nichts mehr, weil mir dazu meine Mittagspause zu schade ist und ich wohl auch auf taube Ohren treffen würde.

Ich zahle gerne Steuern, von denen ich nichts habe, Arbeitslosenversicherung die (im Moment glücklicherweise nicht benötigt wird) ich noch nie in Anspruch genommen habe, Rente, die ich wahrscheinlich niemals sehen werde und einen Solidaritätszuschlag von dem wohl keiner wirklich etwas hat, außer die Politiker fette Diäten. Ich finanziere dadurch auch ein Stück weit den Unterhalt dieses Mannes und könnte KOTZEN bei solchen Aussagen. 

Klar, wir sind ein Sozialstaat, wo die die etwas besser dran sind denen helfen, die nicht so gut dran sind. Das ist auch vollkommen ok so. Jeder kann in eine Situation kommen, wo er Hilfe benötigt. Aber muss man das ausnutzen und dann auch noch über die Deppen höhnen, die jeden Morgen aufstehen und zur Arbeit fahren? Einen roten Teppich will ich ja gar nicht ausgerollt haben, aber kann so ein Mensch dann nicht einfach seine Fresse halten?

Nee, kann er nicht… …als ich den Laden verlasse ruft er mir: „Arbeite noch schön!“ hinterher, begleitet von einem höhnischen lauten Lachen…

Nordseebesuch…

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Mein Mann will die See sehen. Ein Ziel ist schnell gefunden, Nordsee – Cuxhaven – Duhnen – fertig!

Er: „Morgen um halb acht sitze ich im Auto!“

Oh nein! Ich als bekennender Morgenmuffel müsste dann ja mindestens schon um 06.30 Uhr aufstehen. Ich will nicht… …aber ich will auch mal wieder an die See… …also habe ich vorgestern Abend vorsichtshalber erstmal den Wecker NICHT gestellt. Mein Mann hat ja eine innere Uhr, gelle?

Um 08.30 Uhr werde ich sanft angestubst.

Er: „Du, ich geh‘ mal eben duschen und dann geht es auch gleich los, ok?!“

Ich brummel ein bisschen vor mich hin. Gleich ist ja relativ…

Um 09.00 Uhr stehe ich dann auf und koche erstmal einen Kaffee. Ich schaue aus dem Küchenfenster. Da steht er im Blaumann und werkelt ein bisschen im Garten. Man muss ja jede Minute die man wach ist, sinnvoll nutzen.

Die Kaffeemaschine blubbert und ich wecke die Kids, bevor ich mich in die Nasszelle schwinge und mir den heißen Wasserstrahl über den Körper rieseln lasse.

Die Kinder sind voll begeistert und brummeln auch nur rum. Von wem sie das wohl haben? *pfeiff*

Dann sind wir endlich fertig und abfahrbereit. 

Ich lege meine Jacke in den Kofferraum und schwub sitzt unsere Hündin im Auto und bewegt sich nicht mehr raus. Sie mag es nicht, wenn ihr Rudel den ganzen Tag weg ist. Allerdings nehmen wir sie sonst nie irgendwo mit hin, weil so große Menschenmengen und Krach eigentlich nichts für Hunde sind. Außerdem ist sie ein Landei. Leine kennt sie nur wenig und Autofahren nur bis zum Tierarzt. 

Schnell wird einstimmig beschlossen, diesem Dackelblick aus Schäferhundaugen kann man nicht widerstehen. Sie MUSS mit. Außerdem ist das mal eine gute Übung, falls sie in den Harzurlaub auch mit muss, weil der ziemlich kurzfristig geplant ist und kein Platz mehr in der Tierpension unseres Vertrauens frei ist. 

Nun muss sie doch noch mal aus dem Auto, weil wir das Hundegitter anbringen müssen, damit sie nicht während der Fahrt nach vorne hopst. Das Gitter ist total verstaubt und muss natürlich erstmal geputzt werden. Die Kinder suchen Leine und Geschirr, finden nur das Geschirr und ein langer Halfterstrick wird kurzerhand zur Leine umfunktioniert. Ich packe eine Extratüte, Handschuhe und Küchentücher ein, falls sie unterwegs Ladung verliert. Eine Flasche Leitungswasser und eine Schale sind auch mit im Gepäck. Hund hopst sofort wieder in das Auto und sitzt erwartungsvoll hechelnd da. Wir quellen alle ins Auto und auf geht es, Richtung Nordsee…

Der Tank ist halb leer… Ok, wir tanken…

Wir halten, der Hund fängt sofort an zu jaulen. Einer vom Rudel steigt aus dem Auto. DAS GEHT GAR NICHT!

Die Geldbörse ist auch fast leer… …OK, wir fahren zur Bank…

Vor der Bank dasselbe Spiel… …der Wagen hält, einer steigt aus, Hund jault…

Endlich alles erledigt. Wir fahren Richtung See… JUUUUUCHUUUUUUH!!!

Fünf Kilometer weiter.

Ich: „Schatz, hast Du die Kaffeemaschine ausgemacht?“

Er:  „Nee, hast Du nicht?“

Ich:“Nee, machst Du doch immer…!“

Schwub wir drehen um, fahren nochmal zurück. Und ja, die Kaffeemaschine war noch an. 

Jetzt aber!!!

Die Fahrt verläuft ruhig. Der Hund ist an allem interessiert und guckt hechelnd aus dem Heckfenster. Er legt sich die ganze Fahrt nicht hin.

Nach ca. anderthalb Stunden (es ist jetzt 12.30 Uhr) kommen wir in Duhnen an. Alle Parkplätze sind besetzt. Irgendwie hatten alle die Idee an die See zu fahren. Wir fahren auf den einen Parkplatz, obwohl er besetzt ist. Der Parkplatzwächter winkt ab. Wir sollen fahren. Wir beratschlagen noch, was wir machen sollen und ein PKW verlässt den Parkplatz. Der Parkwächter winkt uns heran und sagt, wir sollten schauen. Es könnte aber sein, dass gar kein Platz mehr frei ist. Er habe so langsam den Überblick verloren. Vor uns versucht jemand in eine viel zu enge Parklücke zu kommen. Ein Ehepaar hält an unserem Auto an und sagt, sie hätten ganz hinten rechts extra für uns noch einen Parkplatz frei gelassen. Wieso sie das uns sagen und nicht den anderen fünf Wagen die noch vor uns dran waren? Keine Ahnung, ist mir auch egal… …ich bin selbstsüchtig. Außerdem jault der Hund auch schon wieder. Wir haben ja gehalten…

Wir schlängeln uns an den wartenden Autos vorbei und ja! – da ist er, der Parkplatz, der nur auf UNS gewartet hat. 

Das war ja einfach. 

Wir steigen aus, der Hund springt freudig aus dem Auto und ist so aufgeregt, dass er bzw. sie erstmal gar nichts saufen mag. Das riecht hier ja überall ganz anders als zu Hause.

Wir fragen den Parkwächter, ob es denn auch einen Hundestrand gäbe? Nein, nur in Sahlenburg. Naja, man kann ja nicht alles haben. So schauen wir uns das Watt vom Deich aus an und nachdem wir davon genug haben, setzten wir uns in ein nettes Lokal und verspeisen Fisch, Nordseekrabben und Speckbratkartoffeln. Der Hund liegt unter dem Tisch, als ob er schon immer ein Kneipenhund gewesen wäre. 

Der erste Restaurantbesuch hat also auch problemlos geklappt.

Das einzige was nervt, sind diese kleinen Handtaschenhunde. Die leiden ja völlig an Selbstüberschätzung. Mein GROßER aber lieber und total aufgeschlossener Hund, der andere Artgenossen nur anschnüffeln will und am liebsten durch das Watt rennen würde geht auf jeden Hund mit gespitzten Öhrchen und wedelnder Rute zu. Natürlich halte ich sie kurz, weil es ja eh ziemlich voll ist auf dem Deich und ich natürlich niemanden zu Fall bringen möchte. Sie kommt gar nicht in die Nähe der Hunde. Die kleinen Wauzis laufen teilweise an der langen Leine oder sogar ohne und rennen kläffend auf sie zu und knurren. Die menschliche Begleitung hat alle Hände voll zu tun, die kleinen Kläffer zu bändigen. Einer Frau schneidet das dünne Seil der Leine sogar in die Hand, so dass sie laut „Aua“ ruft. Schert ihren Pfiffi wenig. Der geifert weiter und will meinem Schäferhund an den Hals. Der guckt etwas verblüfft und bellt einmal. Schon schreien einige Leute, wir sollten bloß die große Bestie festhalten und warum so ein böser Hund keinen Maulkorb tragen würde. 

Hä?

Ich verkneife mir ein: „Soll sie ihre Trethupe doch in der Tasche spazieren tragen!“ und verlasse den Deich. 

Mit den großen Hunden versteht sie sich prima. Die knurren, wenn sie nicht schnuffeln wollen, dann lässt sie sie in Ruhe oder sie schnuffeln, was dann natürlich einen Stau auf dem Fußweg verursacht. 

Alles in allem hat sie gut durchgehalten und war auch superlieb, wenn sie auch jeden Grashalm beschnüffeln musst und man nicht ganz so schnell vorwärts kam wie ohne den Wutz. Dafür war sie dann auf der Promenade etwas schneller. Dort gab es ja keine Grasflächen. Die Tüte habe ich, welch Glück, auch nicht gebraucht und nun steht dem Harzurlaub mit Hund wohl nichts mehr im Wege.

Generalprobe bestanden!!!

Ein bisschen mehr Schamhaftigkeit stünde vielen nicht schlecht…

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Ich bin weder prüde noch verschlossen. Aber es gibt Dinge, die muss ich der Öffentlichkeit einfach nicht mitteilen und die will ich von anderen Personen auch nicht wissen!!!

Wie ich da jetzt drauf komme?

Ich wohne in einem zur Kleinststadt mutierten Dorf, bzw. außerhalb davon. Nun muss ich in des Städtchens Kern,  wenn denn der Einkauf größer ausfällt, vier Kilometer mit meinem Wägelchen fahren. Einkaufen finde ich lästig.

Da komme ich gerade von diesem besagten Großeinkauf, singe lauthals ein Stück aus dem Radio mit und bin ganz zufrieden mit mir, weil ich den Einkauf nicht bis kurz vor Ladenschluss aufgeschoben habe. Ein guter Tag! Rechts und links am Straßenrand säumen Autos den Weg und mitten auf der Straße steht so eine Autofahrerin (Frau am Steuer, sage ich nur) und unterhält sich lauthals mit einem Mann, der gerade in seinem Garten rumwerkelt. Trotz dieser ungewollten Pause lasse ich mir meine Laune nicht verderben. In den Gärten fremder Menschen gibt es ja immer etwas zu sehen. So auch heute…

Also die Gärten sind ja eigentlich hinter den Häusern. Und vor den Häusern sind die kleinen Vorgärten, die jeder von der Straße aus einsehen kann. Mein Blick wandert langsam über die vier Vorgärten in meinem Blickfeld. Da hat doch glatt jemand seine Wäsche vor dem Haus aufgehängt. Will ich wissen, was derjenige, der mir wohl bekannt ist, trägt? 

Nein, will ich nicht!

Zu spät!!!

Neben seinen schwarzen Slips hängt auch so ein Teil wo er sein Teil hineintun kann und zwar in Elefantenform – schick an den beiden Ohren aufgebamselt mit Rüssel zur Straße…

Hilfe, jetzt habe ich Kopfkino!

Wenn er das nächste Mal in die Praxis kommt muss ich aufpassen, dass ich ihn nicht mit: „Guten Tag Herr Elefant…“ anrede… :D

Alle Kolleginnen sind gleich – nur eine ist GLEICHER!

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Ich glaube es war vor ca. 2 Jahren, da benötigten wir in der Praxis eine neue Raumpflegerin. Wir hatten viele Bewerberinnen und meine Chefs suchten sich mit einer Zielsicherheit eine Frau heraus, die überhaupt nicht in das Team passte. Ok, meist weiß ich allerdings eh nicht, welche Einstellungskriterien man erfüllen muss um eingestellt zu werden.

Besagte Raumpflegerin ist Argentinierin und schon einige Jahre in Deutschland. Sie spricht besser Deutsch als ich Spanisch, was keine Leistung ist, weil ich nicht viel mehr als „que passa“ „una servecia grande“ und „mio fratello carlo“ sagen kann (ich schrieb sagen, von schreiben war keine rede). Nun hat sie das Glück, dass mein einer Chef perfekt spanisch spricht und sie dort auch immer eine Anlaufstelle hat. Ich weiß nicht, welchen Narren er an ihr gefressen hat, jedenfalls hat er sie darin bestärkt, dass sie etwas besseres als eine Raumpflegerin sei und er dieses auch unbedingt fördern wolle. Sie ist ja nicht unintelligent, hat in Argentinien studiert. Das Studium wird allerdings dummerweise nicht in Deutschland anerkannt, was natürlich auch damit etwas zu tun haben könnte, dass sie der deutschen Sprache nicht wirklich mächtig ist und die Anforderungen eines deutschen Studiums anders sind, als die eines argentinischen. Nun hat diese Frau ein Ziel. Als erstes hat sie einen Deutschkurs besucht. Was die Sache mit den Verständigungsschwierigkeiten nicht wirklich verändert hat. Dann hat sie einen Einbürgerungstest (oder wie das heißt) gemacht und hat jetzt die deutsche Staatsbürgerschaft (was sie aber auch nicht besser deutsch sprechen lässt). Jetzt ist sie seit dem 01.08.2011 Auszubildende zur medizinischen Fachangestellten (MFA).

So weit – so schlecht!

Das arme 50zig jährige Hascherl ist so arm dran, dass sie neben der Ausbildung auch noch teilweise die „Putzstelle“ behalten hat. Die anderen Bodenkosmetikerinnen sind jetzt natürlich etwas entnervt, weil keine neue Raumpflegerin eingestellt wurde und die anderen nun für sie mitarbeiten müssen.

Ich merke gerade, bei mir hat sich total viel aufgestaut und ich kann gar nicht ohne Umwege auf den Punkt kommen, der nun das Wasserfass zum Überlaufen gebracht hat.

Ich überspringe jetzt mal :

1. Dass der Chef während der Arbeitszeit spanisch mit ihr spricht und unsere kurdische Azubine nicht mal mit ihren Verwandten kurdisch sprechen darf, wenn diese in die Praxis kommen.

2. Sie während ihrer Ausbildungarbeitszeit ihren Zweitjob ausüben darf, wenn es in der Praxis für sie nichts zu tun gibt, dann geht sie Wäsche mangeln.

3. Wenn sie etwas falsch oder gar nicht macht (was fast häufiger vorkommt) schiebt sie es auf die Verständigungsschwierigkeiten oder sie sagt, dass wurde ihr von einer Kollegin so erklärt.

4. Wenn sie eine Azubi-Aufgabe übertragen bekommt, sagt sie, sie habe gerade keine Zeit und man solle jemand anderes suchen, sie hätte zu viel zu tun (fünf Minuten später sitzt sie beim Mangeln).

u.s.w.

Jetzt habe ich eine Sonderaufgabe bekommen, ich bin sozusagen die Vertrauensperson für das Personal. Da in letzter Zeit einige Leute gekündigt haben und alle etwas unzufrieden sind, habe ich einen Fragebogen entworfen um festzustellen, wo nun die größten Probleme liegen und ob man etwas daran ändern könnte. Dies läuft weitestgehend anonym. Am 26.09.2011 war Abgabetermin und es fehlen noch 6 Bögen von 32.

Ich frage meine argentinische Kollegin: „Hast Du den Fragebogen schon beantwortet und in mein Fach gelegt?“

Sie: „Jaaa, dass habe ich soooon soooo lange gemaket!“ (in spanisch Akzent und mit Augenaufschlag)

Ich:“Das ist ja schön, danke!“

Gestern hatte ich bis 18.30 Uhr Dienst, leider hatte ich noch länger zu tun und hatte gerade eine Sache angefangen, da kommt die argentinische Kollegin und fragt: „Ische musse mit Dich sprechen, jetze!“

Ich: „Tut mir leid, aber jetzt geht es nicht, ich muss erst diese Arbeit hier zu Ende bringen, geht es etwas später?“

Sie: „Neine, zpäter nich, dann eine andere Tag!“

Ok, dann eine andere Tag, ist wohl nicht so dringend…

Zehn Minuten kommt mein Chef auf mich zu!

Er: „Frau Pukecrumbsy, kommen sie bitte einmal mit!“

Ich folge ihm in einen Raum, dort steht schon Miss Argentina…

Er: „Frau Pukecrumbsy, Miss Argentina wollte ihnen gerne etwas sagen und sie hatten mal wieder keine Zeit für sie?“

Sie steht mit großen braunen Rehäugelein neben dem Doc. Unten sammelt sich schon Tränenflüssigkeit und die Augen sind kurz vorm Überlaufen. Die Unterlippe bebt.

Ich: „Ich habe lediglich gesagt, ich hätte nicht sofort Zeit, weil ich noch etwas Erledigen musste.“

Ihre Unterlippe zittert noch mehr. Die Schultern sacken herunter.

Er: „Sie wollte ihnen nur kurz sagen, sie hat sie letztens falsch verstanden. Sie kann den Fragebogen nicht ausfüllen, weil Sie ja sofort sehen würden, dass sie diesen Fragebogen ausgefüllt hat und dann wäre er ja nicht mehr anonym. Also wird sie keinen Fragebogen abgeben. Damit ist das für sie erledigt und für mich auch.“

Ich frage mich, wie sie das hin bekommt so dekorativ und gekonnt in der Gegend rumzustehen und die Tränen nicht über den Eyeliner laufen zu lassen. Sie sieht aus wie Bambi, als seine Mutter erschossen wurde und weckt so wohl in jedem Mann den Beschützerinstinkt. Und mir stinkt es!!!

Ich: „OK, die Umfrage war ja auch freiwillig!“

Mehr ist mir in diesem Moment nicht eingefallen. Mist!!!

Sie rennt wegen jedem Müll zum Chef und schwärzt einen an. Egal was man zu ihr sagt, sie schiebt ihre Verständigungsschwierigkeiten vor, wenn SIE es nicht verstanden hat, obwohl sie einen vorher noch angezickt hat, dass sie nicht dumm sei, sie habe das schon verstanden,  oder sie sagt, mit einem Bambiblick, NIEMAND hätte Zeit für sie oder Sounso hätte es ihr falsch erklärt… Komisch das SIE IMMER die GUTE ist und IMMER einer der 31 anderen Angestellten die BÖSE!!! 

Was mich besonders annervt ist, dass sie mir ohne Probleme ins Gesicht lügt mit einer eindeutigen Antwort auf eine eindeutige Frage und mich dann noch hinterher in die Pfanne haut. Sie ist eine sehr gute Schauspielerin, was meinen Kolleginnen auch schon aufgefallen ist. Mit ihrer Bambiart wickelt sie den Doc um den kleinen Finger und er merkt es noch nicht einmal. Wenn man versucht mit ihm darüber zu sprechen, nimmt er sie total in Schutz und betont immer, wie schwer sie es hat… …das ist voll zum Kotzen!!!

Hello world!

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Danke, liebes WordPress, dass Du mir den ersten Blogeintragsnamen schon vorgegeben hast. Ich wäre da niemals drauf gekommen.

Also:

Hello world!

Hallo Welt!

Ein wenig vermessen, oder? Wer wird dass denn hier schon lesen? Die Welt? Haha!

Also:

Hallo WordPressworld!

Hm, auch nicht so toll!

Hallo Du,

ja, genau Du!

Wie bist Du denn auf meine Seite aufmerksam geworden? Traust Du Dich auch, etwas zu schreiben oder liest Du nur heimlich und verschwindest dann unerkannt wieder? Vielleicht hast Du ja auch angst, ich könnte auf Deiner Seite auftauchen und ganz doll böse Sachen schreiben? Keine Angst, ich weiß mich in anderen Blogs zu benehmen und bin ganz zahm. Meistens jedenfalls! Es sei denn, Du forderst mich heraus.

So, für heute bin ich erstmal fertig hier. Das Einrichten dieser Seite hat meine schlechte Laune über, über, über ähm ja über was eigentlich?, verpuffen lassen und nun gehe ich mal auf die Pirsch, vielleicht finde ich ja den ein oder anderen Blog, der mir so gefällt, das ich gleich da bleibe… :)

Bis dann denn,

Kotzkrümelchen

PS. Kotzkrümelchen entstand sozusagen dadurch, das ich ja kein Kotzbrocken bin! :D