Mit dem Brocken zum Brocken… …Teil I

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…in den Herbstferien haben wir uns mal etwas gegönnt. 

Zwei Tage Urlaub auswärts.

Der Brocken ist selbstständig und hat ja NIE Zeit. Einige Diskussionen und ein Ultimatum später durfte ich zwei Wochen vor den Herbstferien nun ein Ranch House in der Westernstadt Pullman-City-Harz für eine Nacht buchen.

Das kleine Kind (12) durfte mit und das große Kind(16) musste mit. So war auch die Laune der beiden. Sie hatte gute Laune, er schlechte… …was die Kids besonders toll fanden? – Die Lucie(Hund) durfte auch mit.

Endlich war es fast so weit. Am Tag vor der großen Fahrt steige ich um 17.00 Uhr eben noch mal schnell ins Auto um Reisegeld und Reiseproviant zu kaufen. Ich steuere den Wagen vom Hof, nach ein paar Metern zieht der Wagen nach rechts und ich muss ordentlich gegenhalten. Irgendwie lässt er sich merkwürdig fahren. Die Lenkung ist sehr schwammig. Nach einigen hundert Metern muss ich vor der Ampel halten.

Ich steh da so und warte, dass die Ampel wieder grün wird, singe lauthals den Song aus dem Radion mit und erschrecke mich fast zu Tode, als auf einmal ein Mann an meine Scheibe klopft. Ich lasse das Fenster herunter und sage artig fragend „Guten Tag?“, ich kenne den Mann nicht. Er sagt mir dann, mein Reifen vorne rechts sei total platt. Netter Mensch. Früher wurden die Personen geköpft, die einem schlechte Nachrichten überbrachten. Hach, die GUTE ALTE ZEIT!!! Ich bedanke mich artig und fahre rechts ran. Der Reifen ist so etwas von platt. Sozusagen null Luft mehr drauf.

Wie kommt denn so was?

Krümel ruft den Brocken an, der sich am Telefon nicht zurückhält und doch recht freudig klingt, dass die geplante Reise dann wohl doch ins Wasser fällt. Er könne auch gar nicht helfen, ich sollte doch die ortsansässige Werkstatt anrufen.

Toll, ich habe natürlich ein Telefonbuch dabei. Naja, 11880 – da werden sie geholfen. Wenn die noch Autos reparieren könnten, wären sie perfekt. Da sie mich aber mit der Werkstatt verbinden finde ich sie immerhin fast perfekt. Es ist sogar noch jemand in der Werkstatt (und zwar nicht nur die Putzfrau), was ja um diese Uhrzeit nicht unbedingt zu erwarten war…

Innerhalb von zehn Minuten kommt ein schnuckeliger junger Mechatroniker der sogar total dekorative schwarze Flecken im Gesicht hat und meint, der Reifen sei platt. (Haha, ach was?) Netterweise hat sein Chef mir geglaubt und ihm so ein Reifenaufpusteding, wie es an den Tankstellen gibt, mitgegeben. Das Teil ist leer, der Reifen halbvoll. Geländewagen mit Riesenpuschen halt.

Ich fahre brav in die Werkstatt. Frage mich, ob man den Reifen reparieren kann und was das wieder kosten wird. Ich weiß noch, dass ich im letzten Jahr fast 12 Wochen nach geeigneten Reifen für meinen Wagen gesucht habe, da er so eine merkwürdige Reifengröße hat (Engländer halt). Es bleibt also spannend. 

Ich darf mich in den warmen Aufenthaltsraum setzten, Kaffee trinken, Bonbons futtern und den Lesezirkel durchblättern. Der junge Mechatroniker versucht meinen Wagen in die Werkstatt zu fahren, was ihm erst nach mehrmaligen Absaufen lassen meines Wägelchens gelingt. Nachdem ich einen Koffeinflash habe, zwei Kilo wegen der Karamellbonbons mehr auf den Hüften habe und ich jetzt wieder vollkommen, des Lesezirkels sei Dank, über die Welt der Reichen und Schönen informiert bin, ist der Reifen repariert. Glück im Unglück, es war nur das Ventil. Und es konnte gleich repariert werden. Und es kostete nur 10,– €uronen. Ich war wirklich baff… …wo bekommt man in Deutschland noch eine Reparatur für so wenig Geld? Normalerweise hätte die Anfahrt schon so viel gekostet. 

Nun hatte ich ein fahrtüchtiges Auto und eine Bank, die schon zu hatte. Also musste ich am nächsten Tag vor der großen Fahrt nochmal los um Geld zu holen. Null Problemo… 

Eben noch im Supermarkt mit Wegzehrung eingedeckt und die Koffer gepackt und die für die Tiere soweit alles vorbereitet und mit der Freundin nochmal durchgehechelt was sie wie versorgen muss und dann konnte ich auch schon ins Bett, in dem der Brocken schon selig schnarchte.

Endlich Urlaub…

 

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  1. Pingback: Mit dem Brocken zum Brocken Teil II… « meinauskotzblog

    • Die schwere Arbeit vor einem „Urlaub“ ist es, den Brocken dazu zu bekommen, dass er mit will… :) – Wir sind einmal geflogen, da war bis zum Schluss eine Freundin mit gepacktem Koffer mit am Flughafen, weil wir nicht einschätzen konnten, ob er wirklich mit fliegt… ^^ – Teil II folgt die Tage, ich musste erst noch etwas anderes loswerden, das ist noch so frisch… :(

        • Er mag den Urlaub, wenn er erstmal unterwegs ist. Aber bis dahin ist es wirklich schwierig. Er hilft dann auch überhaupt nicht. Ich muss alles alleine organisieren. Daran habe ich mich aber nach fast 25 Jahren gewöhnt und es macht mir nichts aus. :)

          Oft fahren wir eh nicht weg, da wir die Pferde am Haus haben und es immer schwierig ist, jemanden zu finden, der alles versorgen kann und will…

          Seitdem er selbstständig ist, ist es noch etwas schlimmer geworden. Er kann zu Hause eigentlich nicht wirklich abschalten, weil er meint, immer Notdienst haben zu müssen. Das Handy klingelt ständig.

          Im Urlaub musste er es ausschalten… ^^

    • Ja, es war wirklich schön. Und sogar Karamell-Bonbons… :) (Lieblingsbonbons – SCHMATZ)… Und wann hat man denn mal einfach so Zeit nur für sich… :D – das Ambiente war nur nicht so nett, aber man kann halt nicht alles haben… ^^

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