Archiv für den Monat Oktober 2011

Das mit den Foren verstehe ich nicht…

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…ich hatte mich mal vor einigen Jahren in einem Forum für Pferde angemeldet, dann aber irgendwann keine Lust mehr, dort zu schreiben und zu lesen. Warum wusste ich gar nicht mehr, bis gestern, bzw. heute…

Mein Mann ist Eisenbahnfan mit Leib und Seele. In unserem Garten ist eine ca. 850 m² große Außenanlage im Maßstab 1:22,5 entstanden, mit vielen Bäumchen, Blumen, Bergen, Figuren, Häusern und und und und und… …seit fast 15 Jahren werkelt er daran jetzt rum, die Anfangspackung stand eigentlich Weihnachten vor 15 Jahren unter dem Weihnachtsbaum als Geschenk für das Kind. Das hatte einige Jahre Spaß daran, aber den größten Spaß hatte nun das große Kind (werden Männer eigentlich jemals erwachsen?)…

Vor ein paar Tagen meint er nun, jemand hätte Bilder von seiner Gartenbahn in ein Forum ins Internet gestellt, das wollte er gerne mal sehen.

Gesucht-Gesucht-Gesucht und endlich auch gefunden und schon hatte er Blut geleckt. WILL auch Account haben, WILL auch Bildchen einstellen, WILL auch seinen Senf dazu geben. Er WILL WILL WILL – weiß aber nicht wie.

Naja, die Krümel hat ja ein bisschen Erfahrung und bastelt dem Brocken schnell ein Account im Forum, damit er aufhört zu betteln und nicht noch anfängt zu weinen. Er will nun dort schreiben. Schnell angemeldet –

UND?

ES GEHT NICHT – Der Admin hatte noch keine Zeit zu prüfen, ob der Brocken in der Gemeinschaft der Eisenbahnfreunde Willkommen ist.

Auch Stunden später funzt es nicht und mit hängenden Mundwinkeln wird sich dem Fernsehprogramm zugewendet.

Am nächsten Tag nun geht es. Der Brocken ist drin (Mensch, so einfach war das…) und irrt erstmal herum. Wo sind denn seine Bilder? Der Inhalt des Forums ist groß. Dort auf gut Glück zu suchen vielleicht etwas ähm schwierig. Naja, es gibt ja die Suchoption. Ich gebe „Bilder von Brocken’s Eisenbahn“ ein und schicke die Suchanfrage los. 

Es lädt und lädt und lädt und dann erscheint eine Seite, die mir sagt, ich hätte meine erlaubte Menge an Suchanfragen überschritten und müsse 30 Sekunden warten um es erneut versuchen zu können. Ja nee – iss klar! Ich habe zwar gesucht, aber gar keine Antwort erhalten. Das ist bei jedem Orakel so. Frage – Antwort – fertig! Hier im Forum klappt es nicht.

Nach mehreren Versuchen gebe ich auf, der Brocken ruft seinen Kumpel an. Nach einigem hin und her sind wir nun glücklich auf der bestimmten Seite angekommen. 

Der Brocken ist nun ganz kribbelig und will sehen was man (ähm ich) alles so dort machen kann. Als erstes Antwortet er (ich) auf die Bilder und gibt damit an, dass es seine Bahn ist (er diktiert, weil er nicht weiß, wo welche Buchstaben auf der Tastatur sind und er schwört Stein und Bein, sie wären jeden Tag anders angeordnet).

Die Antwort ist weg und da hat noch keiner drauf reagiert… …wie doof ist das denn?

Fünf Minuten später ist immer noch nichts da. Aber der Brocken hat ein neues Projekt. Video! Danach wurde doch gefragt, oder? Krümel muss aus allen verfügbaren Videos mit dem Moviemaker ein Filmchen zusammenbasteln und bei Youtube hochladen und dann in das Forum stellen. Die sollen dort Bauklötze staunen.

Das Video ist schnell zusammen gebastelt und auch schnell hochgeladen (nur 68 Minuten) und dann auch schon im Forum unter Außenanlagen eingestellt, was sogar relativ leicht war, ein kurzer Text dazu und schon freut sich der Brocken. Die Krümel freut sich, weil der Brocken sich freut.

Nun kann man ja ständig auf „aktualisieren“ klixen und schon sieht man, wie viele Leute das Video schon angeschaut haben. Nach einer Stunde waren es schon über 50 klix (obwohl ich nicht weiß, ob das nicht auch durch das Aktualisieren kommt) und keiner hat geschrieben. Der Brocken ist vollkommen deprimiert…

Es ist irgendwann mal Zeit, ins Bettchen zu gehen und der Brocken muss ohne Kommentar schlafen gehen. Er hat es überlebt. 

Heute morgen sind zwei Kommentare da, die das Video gaaaaanz toll finden und sich auf mehr freuen. Das freut den Brocken und er will unbedingt gleich noch ein Video basteln.

In der privaten Nachrichtenbox ist eine Nachricht. In freudiger Erwartung, was dort wohl kommt, öffnet der Brocken seine Nachricht.

UND?

Sie ist vom Admin. Er (jetzt natürlich ICH) habe das Video im falschen Forum eingestellt. Innerhalb der Forums gibt es ja schließlich viele Foren und auch das Forum „Videos“ und man bäte doch darum, dort die Videos hochzuladen, weil das ja der Platz für Videos ist. Dort und nirgendwo anders! Das wäre jetzt keine Rüge, aber man wolle das klar stellen. Sonst wäre das ja auch zu verwirrend, wenn jeder was hochladen wolle, wo er will…

Da hat er natürlich recht. Weil wir neu sind, haben wir Welpenschutz. Ich hatte schon bei einigen anderen Einträgen gesehen, dass sie auch öffentlich beißen.

Er erklärt, wenn wir das Video in dem Forum Video hochgeladen haben, dann könnte man ja den Link dazu in den eigentlich falsch platzierten Forumseintrag  setzten.

Ok, auch wenn ich es nicht verstehe, denn dann habe ich ja indirekt doch ein Video dort platziert. Wenn auch nicht hochgeladen, so doch verlinkt. Das geht über meinen Horizont.

Man möchte ja ein guter Forumsnutzer sein, deshalb habe ich nun das Video hochgeladen. Also da, wo es hingehört und habe nebenbei noch ein zweites Bahnvideo bei Youtube eingestellt und denke, damit es nicht so unübersichtlich ist, hänge ich das zweite Video als Kommentar an das erste. 

UND?

Das geht nicht, weil nur Admins Videos kommentieren dürfen.

Wie geil ist das denn?

Wenn man sich schon die Arbeit macht, ein Video zusammen zu stellen, hochzuladen und einzustellen, dann möchte man doch auch von den Leuten, die es sehen ein feefback haben und nicht nur von den Admins, oder?

Das habe ich denen jetzt erstmal als Mail geschickt (ganz doll lieb, weil das ja der Brocken-Account ist) und warte – warte – warte auf Antwort.

Mittlerweile weiß ich auch wieder, warum ich aus dem Pferdeforum relativ schnell wieder ausgeschieden bin. Meine Kommentare und Beiträge waren zu lang, zu bunt, die Schrift zu groß und natürlich durfte es kein Comicsans, sondern nur die automatisch vorgeschlagene Schrift sein. Meine schriftlichen Ergüsse waren augenunfreundlich und wären schlecht zu lesen. Meine Beiträge und Kommentare wurden daraufhin von den Admins so beschnitten und umgefärbt, dass es mehr zu dem Forum aber weniger zu mir gepasst hat.

Es war dann einfach Zeit zu gehen!!!

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Shoppen…

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Mein Mann und seine Eisenbahnfreunde wollten am 15.10. zur Eisenbahn-Messe nach Hannover und wir Frauen sollten alleine zu Hause bleiben. Eine der Damen meinte, wir könnten doch auch zum Shoppen fahren. Dann wäre uns nicht so langweilig.

Nun holte sie die Prinzessin und meine Wenigkeit ab und wir fuhren zum nächstgelegenen Bahnhof, checkten im schon überfüllten Zug ein und mussten stehen. 

Die Prinzessin war etwas genervt, weil es sich ja um einen Wagon mit zwei Etagen handelte und sie unbedingt oben sitzen wollte. Nun standen wir ziemlich dicht bei der Tür und ich hatte meine liebe Not nicht umzufallen. Ich bin absolut keine Bahnfahrerin und auch nicht wirklich standfest, wenn es wackelt. 

Die Dame war sichtlich amüsiert, weil sie täglich mit der Bahn fahren muss und dementsprechend schon jeden Huckel kannte.

In Neustadt kam die Durchsage: „Sehr verehrte Fahrgäste, auf Grund von Problemen müssen wir unbestimmte Zeit halten. Wir informieren sie sofort, wenn es etwas neues gibt!“

Ja Super das… …wir stehen da rum und nun fährt dieser ähm Zug nicht weiter? Ich will shoppen!!!

Gerade als ich fragen will, wie lange so etwas denn dauern kann (wir stehen gerade 5 Minuten) schließen sich die Türen und der Zug fährt ruckelnd los. Nochmal Glück gehabt. 

Wir halten noch kurz in Wunstorf und der nächste Halt ist Hannover Hauptbahnhof. 

Mittlerweile ist es schon fast 11.00 Uhr und mein Magen hängt in den Kniekehlen. Der der Prinzessin auch. Wir beschließen, in die Back-Factory zu gehen und uns mit Brötchen und anderen Leckereien einzudecken. Mampfend stiefeln wir durch die Bahnhofs-Passage.

Ich war das letzte Mal vor mehr als zehn Jahren in Hannover zum Shoppen. Da die Dame ja öfter da ist, denke ich, sie kann mir ein paar Geheimtipps verraten und bin schon ganz gespannt… …sie ist noch ein wenig mopsiger als ich (ich 44/46 – sie 56/58) und ich erwarte jetzt Geschäfte für die starke Frau, die ich noch nicht kenne und bei denen ich mal so richtig zuschlagen kann.

Als erstes steuern wir New Yorkers an. Hm, da gibt es nur Klamotten für Spargelfrauen und die kleine Prinzessin findet nicht wirklich etwas. Eine Sweetshirt-Jacke für 39,95 € empfinde ich auch nicht wirklich als Schnäppchen.

Dann kommt H&M an die Reihe. Dort gibt es auch etwas für mich, aber leider gefällt mir dort nichts. Doch, ich kaufe eine Fellmütze (natürlich Kunstfell) die über die Ohren geht und unter dem Kinn zusammengeknotet wird. Die Prinzessin findet die total peinlich – oder vielleicht auch mich – aber ich trage sie ja nur bei der Stallarbeit. Ich bin so empfindlich an den Ohren und so eine Mütze wollte ich schon immer haben. Nun habe ich eine… :)

Nächster Stopp? C&A – Haha… …ich komme dort rein und ziemlich schnell finde ich so einen Mantel. Armeeschnitt, dunkelgrau mit schwarz und Kunstfellkragen. Den hatten sie bei uns nicht.

UND? – ich bin sofort verliebt.

UND? – es gibt ihn sogar in Größe 46.

Leider strammt es etwas über der Brust und es ist nicht wirklich möglich, die Arme nach vorne zu machen ohne Angst zu haben, dass hinten der Mantel aufreißt. 

Schon leicht enttäuscht will ich den Mantel wieder weghängen, da prangt dort ein Zettelchen an einem Mantel mit der Aufschrift: „Größe 48″…

UND? – er passt!

UND? – ich finde er steht mir gut…

UND? – die Prinzessin findet ihn auch ganz toll…

UND?

Die Dame kräuselt ein wenig sehr kritisch die Stirn.

Sie: „Fühlst Du Dich denn wohl in dem Mantel?“

Ich: Streiche nochmal über den Mantel und gucke in den Spiegel…

Sie: Guckt noch ein wenig kritischer „Meinst Du, er steht Dir?“

Ich: leicht unsicher „Weiß ich auch nicht…“

Drehe mich noch ein wenig hin und her. Sieht der Mantel wirklich gut an mir aus? Mir kommen Zweifel. Noch einmal in ihr Gesicht geguckt und ich entschließe mich dazu, diesen Mantel wieder wegzuhängen, schon mit ein wenig Herzschmerz, aber man ist ja oft nicht so kritisch mit sich selber und muss ja froh sein, wenn jemand anderes auf einen aufpasst…

Schnell drehe ich mich weg. Kaufe noch drei Rollkragen-Pullis, zwei Sweet-Shirts, ein etwas feineres Oberteil und dann kommt die Prinzessin dran. Handschuhe, Poncho, Mütze, Pullover und eine Kette. Ich schlängel mich zur Kasse und bezahle. Auf dem Weg zum Ausgang komme ich nochmal an dem Mantel vorbei und glaube langsam selber, dass es eine gute Entscheidung war, ihn nicht zu nehmen.

Wir essen bei M.C.Döner zu mittag und schlendern dann noch durch die Fußgängerzone. Eben noch ein lecker Eis und ein paar Mutzenmandeln verschnabuliert, dann noch eine Tüte gebrannte Mandeln gekauft, weil die ganze Fußgängerzone danach roch und man einfach nicht daran vorbei gehen kann. Was ist denn das für eine Menschenmenge? Die Streetdance Gang aus Hamburg tanzt. Wir schauen noch zu… 

Dann wird Douglas  unsicher gemacht. Hinterher riechen ähm duften wir alle ganz toll und haben sogar ein paar Pröbchen bekommen.

Bei Karstadt Sports im Obergeschoss haben wir dann noch die Spielzeugabteilung unsicher gemacht und dann wurde es auch langsam Zeit, sich auf den Weg zum Zug zu machen…

Die Bahnfahrt verlief ruhig. Wir konnten sogar sitzen und was die Prinzessin ja total freute, wir saßen im oberen Teil des Wagons. 

Zu Hause angekommen, waren die Herren der Schöpfung (die mit dem PKW gefahren waren) auch schon wieder da und bekamen, ob sie es nun wollten oder nicht, einen detaillierten Bericht über die Shoppingtour mit Modenschau durch die Prinzessin.

Die Dame erzählt meinem Mann etwas…

Sie: „Krümel hatte ja so einen tollen Mantel gefunden, so im Armeelook. Der stand ihr ja so gut. Ich weiß gar nicht, warum sie ihn nicht genommen hat!“

Sagts und grinst mich an…

Boah, nee, oder? 

 

MittenimLebenKrise???

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Seit Jahren fahre ich nun meist einmal wöchentlich zum Training. Westernreiten.

Mein Trainer ist sehr lustig und könnte auch so ein Stand-up-Comedian (oder wie das heißt) sein.

Gebe ihm ein Wort vor und er nutzt dieses als Steilvorlage. Steckt genau so gut ein, wie er austeilt.

Nun ist er hm ziemlich gutaussehend und dann auch noch Humorvoll. Super Mischung. Ich mag ihn!

Also da ist rein gar nichts sexuelles, nicht mal die kleinste Schwingung. Ich passe nicht in sein Beuteschema und er nicht in meins. Vielleicht  passt es deshalb so gut?!

Heute hatten wir nun zu Zweit Training. Eine Bekannte ritt mit.

Irgendwie hatte sie ihren Hintern nicht richtig am Pferd, sprich, der Hintern kam beim Galoppieren immer zu hoch aus dem Sattel und er sollte ja im besten Fall wie festgeklebt am Sattel sein, außerdem drängelt das Pferd immer nach links, was bedeutet, das sie mit der rechten Pohälfte mehr Druck im Sattel ausübt, als mit der linken…

Nun versucht er ihr zu erklären, wie sie das am besten schafft. Er erklärt immer ziemlich bildhaft.

Er: „Benutze nur deinen linken Hintern!“

Sie: „Haha, ich habe nur einen Po!“

Er: lacht „Ich habe drei, rechts, links und mitte… …vielleicht ist er aber auch nur so dick wie drei!“

Er steht mit dem Rücken zu mir und der Hintern in seiner Hose sieht ganz ok aus, finde ich… ^^

Nun merkt er, was er gesagt hat und stutzt ein bisschen.

Er: „Mein Hintern ist doch wohl nicht zu dick?“

Ich enthalte mich der Stimme. Das ist definitiv kein Thema, worüber wir sonst so reden.

Meine Kollegin schnaubt, weil sie gerade von der vielen Arbeit auf dem Pferd schon ganz aus der Puste ist.

Er fast das Schweigen dann wohl so auf, dass wir meinen, er hätte keinen schönen Hintern. Ist natürlich vollkommen irrelevant, jedenfalls für mich, denn ich bin ja nicht auf einem Hinternmodelwettbewerb sondern beim Training.

Er: „Kann da jetzt mal jemand was positives zu sagen? Euer Schweigen tut mir schon so ein bisschen weh!“

Guckt so nach hinten an sich runter…

Er: „Ich finde, so für 45 Jahre, ist der noch ziemlich knackig!“

Ich: Falle vor Lachen fast vom stehenden Pferd

Sie: Reitet und lacht auch…

Das kann Mann nicht so ab… …jetzt wirkt er irgendwie unsicher… …ich glaube, bis jetzt hat er sich diese Hinternfrage NOCH NIE gestellt.

Ich gucke ihm in die Augen und sage: (ein bisschen von Oben herab, was allerdings nicht beabsichtigt ist, aber ich sitze nun mal auf einem Pferd) „Hase, die meisten Männer haben eher ein Problem damit, dass sie zu wenig Arsch in der Hose haben!“

Er: (guckt zurück) „Hach Krümel, das hast Du jetzt aber schön gesagt!“ (grinst breit, geht wieder in die Mitte der Bahn um sich dem Training zu widmen, aber nicht ohne sich noch einmal verstohlen über den Knackpo zu streichen…)

Kann es sein, dass er in der Mitlife-crisis steckt? Es bleibt spannend… :D

Drei Tage ohne Telefon…

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Am Dienstag versagte auf einmal mein Festnetztelefon. Akku kaputt, es lässt sich absolut nicht mehr aufladen. Macht ja nichts. Für den Notfall hat man ja ein Handy und der Aldimarkt hier um die Ecke hat am 13.10.2011 Telefone im Angebot. Solange komme ich wohl ohne Telefon aus. Denn Aldi bietet nur ein einziges Modell an. Da muss ich nicht gefühlte tausend Telefone anschauen und mich fragen, ob dieses nicht besser für uns geeignet ist oder doch das andere… 

Am Mittwoch dann die Überraschung. Das Mobiltelefon meines Mannes geht nicht mehr. Er hat keinen Empfang. Großzügig wie ich bin, gebe ich ihm mein Telefon, da er ja selbstständig ist und erreichbar sein muss. Wir basteln die SIM-Karten aus und ein und? Mein Telefon hat plötzlich auch kein Empfang mit seiner SIM-Karte. Logische Folgerumg? – Die SIM ist hin… …wieder ein wildes Getausche und? Das Kotzkrümelchen hat mit ihrer SIM auch keinen Netz-Empfang mehr…

Die Prinzessin auch nicht und wir haben alle D2.

Nun trug es sich zu, das wir bei unserer Untermieterin (heißt so, weil sie die Wohnung unten in unseren Haus bezogen hat) zum Geburtstag eingeladen waren. Familie Untermieter zählt drei Personen und einen Kater und sie besitzen drei Handys die alle über D2 laufen, ähm naja, zur Zeit halt nicht. Acht der Gäste sind auch bei D2. Und? Nichts – Nada! Kein Netz-Empfang.

Einer der Gäste wusste auch warum. 

Er hatte gesehen, wie Techniker an dem Sendemast gewerkelt haben.

Also sollte das Problem ja bald behoben sein.

Ein Problem – der Prinz ist noch unterwegs und er sollte anrufen, wenn er abgeholt werden will. Er ist ein paar Orte weiter zu einem Dorffest und hat natürlich Empfang. Netterweise durfte ich von dem Telefon meiner Untermieterin telefonieren und wir konnten eine Zeit und einen Treffpunkt ausmachen, so dass es dann doch kein Problem war.

Am nächsten Tag?

Immer noch kein Empfang. 

Das Problem scheint wohl etwas größer zu sein.

Ich fahre zur Arbeit und dort habe ich guten Empfang, wenn ich ihn dort auch nicht brauche, da wir kein Handy bei uns haben dürfen. Haha…

Donnerstag Abend immer noch kein Empfang, Freitag morgen dann auch nicht. 

Da ich etwas Zeit habe, fahre ich zu einer Freundin. Sie wohnt ca. sechs Kilometer von uns entfernt und hat immer schlechten Empfang. Heute hat sie zwei Balken, aber auch nur, wenn man mit dem Kopf unter der Stahldunstabzugshaube bleibt. Wehe man bewegt sich. Dann ist das Gespräch plötzlich weg.

Ich rufe den Service an. Nachdem ich mich gefühlte Stunden durch das Service-Menü getippt habe und die dann endlich merken, dass ich nicht nur eine Info will, sondern ich schon mit einer lebendigen Service-Kraft telefonieren muss, werde ich durchgestellt.

Ansage:“Zur Zeit sind alle Leitungen belegt, bitte haben sie ein bisschen Geduld, sie werden sofort mit einem Mitarbeiter verbunden, wenn eine Leitung frei wird. Wir unterhalten sie so lange mit Musik.“

Danke! Die Musik ist ganz nett. Wenn sie dann zum 10x von vorne anfängt, dann nervt sie allerdings ein wenig. Zwischendurch noch einige kleine Werbeeinblendungen: „Wenn sie ein I-Phone wollen, dann rufen sie zur Bestellung kostenfrei diese Nummer an…“ 

Ich will kein I-Phone!!!

Dann komme ich endlich durch. Eine nette Frau wünscht mir superfreundlich:

Sie: „Guten Morgen, herzlich willkommen bei Vodafone, mein Name ist Gundula Handyfrau*, was kann ich für sie tun?!“

Ich: „Guten Morgen, ich bin das Kotzkrümelchen und ich wohne in der und der Heidestadt mit der und der Postleitzahl und hier ist kein Netz-Empfang für D2! Meine Nummer ist 017……..“

Sie: „Ja aber sie rufen mich doch gerade mit dieser Nummer an!“

Ich: „Ja, aber ich bin ca. sechs Kilometer von zu Hause weg und hänge mit dem Kopf unter einer Dunstabzugshaube, damit ich überhaupt Empfang habe.“

Sie: „Dann ist ihr Handy oder sie SIM schon mal nicht kaputt!“ (Ach was!)

Ich: „Ach was! Allerdings funktioniert bei mindestens 15 Handys, die alle bei D2 sind das mit dem Empfang auch nicht.“

Sie: „Wie weit ist denn der nächste Sendemast von ihnen entfernt?“

Ich: „Ca. drei Kilometer Luftlinie…“

Sie: „Vielleicht sind Berge im Weg? Ist es bei ihnen sehr bergig!“

Ich: „Na, es könnte natürlich sein, dass ein paar neue Maulwurfshügel über Nacht den Empfang so massiv stören, dass hier nichts mehr davon ankommt! Ansonsten haben wir hier keine Hügel!“

Sie: *lacht und sagt überfreundlich* „Sie sind ja soooo ironisch. Sie wohnen also in Schleswig Holstein?“

Ich: würde am liebsten sagen ‚Hach, sie sind ja soooo blöd!‘ verkneife es mir aber und sage: „Nein, ich wohne in der Heide, Niedersachsen!“

Sie: „Ach so, für Niedersachsen haben wir keine Störungen, nur für Schleswig Holstein. Bei ihnen müsste alles in Ordnung sein!“

Ich: „Hier ist aber nicht alles in Ordnung. Ich kann nicht telefonieren und mit mir bestimmt ganz viele andere Menschen.“

Sie: „Sind sie damit einverstanden, dass ich kurz wieder Musik einspiele, ich muss eben mal etwas nachschauen!“

Sie wartet meine Antwort gar nicht erst ab und ich höre wieder das Gedudel.

Ca. eine Minute später ist sie wieder da.

Sie: „Also Frau Kotzkrümelchen, es besteht in ihrem Gebiet keine Störung, vielleicht müssen sie einfach mal das Netz wechseln?“

Ich: „Wie jetzt, soll ich zu D1, oder was?“ (Kotzkrümelchen ist leicht verwirrt)

Sie: „Nein, sie können mit ihrem Handy die Netzeinstellung wechseln. Wenn das eine nicht mehr funktioniert, dann nehmen sie halt ein anderes!“

Ich: „Ich benutze dieses Netz seit 1992 ohne Störungen und ich weiß auch nicht wie man das ändert. Ich will es auch gar nicht ändern!“

Sie: „So kommen wir nicht weiter!“

Ich: „Stimmt. Ich sage ihnen jetzt, das ich für etwas das nicht funktioniert auch nichts bezahle. Also bitte reparieren sie ihren Sendeturm!“

Sie: „Ich werde das mit den Technikern absprechen und melde mich dann bei Ihnen!“

Ja nee, iss klar!

So was kennen wir ja und schwub hat man nie wieder etwas von der Gutsten gehört und keiner weiß überhaupt, dass man angerufen hat… …dann ruft man nochmal dort an und kann alles nochmal von vorne erzählen.

Ich lasse es darauf ankommen.

Ich lasse mein Handy auf dem Cerankochfeld unter der Dunstabzugshaube liegen und warte…

Nicht vergebens, nach ca. einer Tasse Tee und zehn Minuten später ruft die nette Vodafone-Else wieder an.

Sie: „Es scheint einen Fehler zu geben. Hier häufen sich die Meldungen aus ihrer Region und die Techniker sind schon dabei, den Fehler zu beheben! Wir melden uns bei Ihnen, wenn sie wieder Empfang haben!“

Ich bedanke mich artig und kann es kaum glauben. Mal sehen, wie lange es dauert!

Zwei Stunden später habe ich auch zu Hause wieder Empfang und alles ist wieder gut… …gemeldet hat sie sich aber allerdings nicht! Aber ich hab‘ ja auch so gemerkt, dass es wieder funzt! :D

*richtiger Name ist dem Kotzkrümelchen wohlbekannt

Gestern an der Kasse…

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Leider haben sie den Supermarkt in der Nähe meiner Arbeitsstelle wegen Umbauarbeiten geschlossen und ich musste nun in meiner relativ kurzen Mittagspause etwas weiter gehen um mir eine Flasche Wasser zu kaufen.

Ich gehe also schnellen Schrittes zu dem mir völlig unbekannten Supermarkt und stehe als erstes in der Gemüseabteilung. Da ich mich nicht auskenne, muss ich den ganzen Markt durchqueren um zur Getränkeabteilung zu gelangen und schwub habe ich noch ein Brötchen, so eine ganz besondere Teemischung in witzigen Stoffbeuteln (sieht ein bisschen aus wie feines, glänzendes Fliegengitter), einen fertigen Cafe Latte Macchiato und eine Flasche Volvic Landapfel in den Händen. Endlich finde ich das Wasser, klemm mir die Flasche unter den Arm uns stelle mich an der Kasse an. 

Vor mir stehen vier Personen, die nur so zwei-drei Teile haben und einer mit einem Wocheneinkauf. Ich hätte ja bestimmt auch noch mehr gefunden, aber leider habe ich nur zwei Arme und jetzt schon Probleme alles zu tragen. Es ist wirklich schlimm, mit einem Hüngerchen einkaufen zu gehen. Alles sieht ja irgendwie viel verlockender aus. Ich stehe also an der Kasse und überlege noch kurz, ob ich mir noch ein Ü-Ei oder einen Kinderriegel kaufen und wie ich die Flaschen halten soll, ohne das mir die Arme abfallen, da drängelt sich der ältere Herr, der hinter mir stand, vor. Er stellt sich einfach vor mich und grinst mich auch noch an.

Ich: „Hallo? Was soll dass denn jetzt werden?

Er:  „Ich wollte mir ein bisschen Ärger einhandeln!“

Ich: „Also erstens können sie fragen, ob sie vor dürfen und zweitens können sie jetzt wieder hinter mir zurück in die Reihe, damit sie lernen, dass man fragen muss, wenn man vor will!“

Er: grinst, zeigt mir seinen Bon „Hier, ich habe nur einen Zettel, ich will nur etwas fragen…“

Ich: „Das ist mir egal. Ich habe auch nur ein paar Teile und muss gleich wieder zur Arbeit und habe sehr wenig Zeit!“

Er: (laut)  „Guckt mal ALLE, hier ist  jemand so doof und arbeitet!“ (wieder zu mir, etwas leiser) „Das würde mich aber nerven, ich gehe nicht arbeiten, der Staat zahlt mir genug zum Leben!“

Ich: „Na dann haben sie ja Zeit und können wieder nach hinten gehen!“ 

Er macht es sogar, vielleicht hat er ein bisschen Mordlust in meinen Augen aufblitzen sehen? Nachdem er wieder meinen Hinterkopf zu sehen bekommt „unterhält“ er sich (ich glaube, die wollen gar nicht mit ihm reden) mit einigen Kids darüber, wie man so doof sein kann und arbeiten geht, wenn man doch auch auf Staatskosten leben kann. Er hätte das nicht nötig, es würde ihm gut gehen. 

Ich sage mal einfach gar nichts mehr, weil mir dazu meine Mittagspause zu schade ist und ich wohl auch auf taube Ohren treffen würde.

Ich zahle gerne Steuern, von denen ich nichts habe, Arbeitslosenversicherung die (im Moment glücklicherweise nicht benötigt wird) ich noch nie in Anspruch genommen habe, Rente, die ich wahrscheinlich niemals sehen werde und einen Solidaritätszuschlag von dem wohl keiner wirklich etwas hat, außer die Politiker fette Diäten. Ich finanziere dadurch auch ein Stück weit den Unterhalt dieses Mannes und könnte KOTZEN bei solchen Aussagen. 

Klar, wir sind ein Sozialstaat, wo die die etwas besser dran sind denen helfen, die nicht so gut dran sind. Das ist auch vollkommen ok so. Jeder kann in eine Situation kommen, wo er Hilfe benötigt. Aber muss man das ausnutzen und dann auch noch über die Deppen höhnen, die jeden Morgen aufstehen und zur Arbeit fahren? Einen roten Teppich will ich ja gar nicht ausgerollt haben, aber kann so ein Mensch dann nicht einfach seine Fresse halten?

Nee, kann er nicht… …als ich den Laden verlasse ruft er mir: „Arbeite noch schön!“ hinterher, begleitet von einem höhnischen lauten Lachen…

Nordseebesuch…

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Mein Mann will die See sehen. Ein Ziel ist schnell gefunden, Nordsee – Cuxhaven – Duhnen – fertig!

Er: „Morgen um halb acht sitze ich im Auto!“

Oh nein! Ich als bekennender Morgenmuffel müsste dann ja mindestens schon um 06.30 Uhr aufstehen. Ich will nicht… …aber ich will auch mal wieder an die See… …also habe ich vorgestern Abend vorsichtshalber erstmal den Wecker NICHT gestellt. Mein Mann hat ja eine innere Uhr, gelle?

Um 08.30 Uhr werde ich sanft angestubst.

Er: „Du, ich geh‘ mal eben duschen und dann geht es auch gleich los, ok?!“

Ich brummel ein bisschen vor mich hin. Gleich ist ja relativ…

Um 09.00 Uhr stehe ich dann auf und koche erstmal einen Kaffee. Ich schaue aus dem Küchenfenster. Da steht er im Blaumann und werkelt ein bisschen im Garten. Man muss ja jede Minute die man wach ist, sinnvoll nutzen.

Die Kaffeemaschine blubbert und ich wecke die Kids, bevor ich mich in die Nasszelle schwinge und mir den heißen Wasserstrahl über den Körper rieseln lasse.

Die Kinder sind voll begeistert und brummeln auch nur rum. Von wem sie das wohl haben? *pfeiff*

Dann sind wir endlich fertig und abfahrbereit. 

Ich lege meine Jacke in den Kofferraum und schwub sitzt unsere Hündin im Auto und bewegt sich nicht mehr raus. Sie mag es nicht, wenn ihr Rudel den ganzen Tag weg ist. Allerdings nehmen wir sie sonst nie irgendwo mit hin, weil so große Menschenmengen und Krach eigentlich nichts für Hunde sind. Außerdem ist sie ein Landei. Leine kennt sie nur wenig und Autofahren nur bis zum Tierarzt. 

Schnell wird einstimmig beschlossen, diesem Dackelblick aus Schäferhundaugen kann man nicht widerstehen. Sie MUSS mit. Außerdem ist das mal eine gute Übung, falls sie in den Harzurlaub auch mit muss, weil der ziemlich kurzfristig geplant ist und kein Platz mehr in der Tierpension unseres Vertrauens frei ist. 

Nun muss sie doch noch mal aus dem Auto, weil wir das Hundegitter anbringen müssen, damit sie nicht während der Fahrt nach vorne hopst. Das Gitter ist total verstaubt und muss natürlich erstmal geputzt werden. Die Kinder suchen Leine und Geschirr, finden nur das Geschirr und ein langer Halfterstrick wird kurzerhand zur Leine umfunktioniert. Ich packe eine Extratüte, Handschuhe und Küchentücher ein, falls sie unterwegs Ladung verliert. Eine Flasche Leitungswasser und eine Schale sind auch mit im Gepäck. Hund hopst sofort wieder in das Auto und sitzt erwartungsvoll hechelnd da. Wir quellen alle ins Auto und auf geht es, Richtung Nordsee…

Der Tank ist halb leer… Ok, wir tanken…

Wir halten, der Hund fängt sofort an zu jaulen. Einer vom Rudel steigt aus dem Auto. DAS GEHT GAR NICHT!

Die Geldbörse ist auch fast leer… …OK, wir fahren zur Bank…

Vor der Bank dasselbe Spiel… …der Wagen hält, einer steigt aus, Hund jault…

Endlich alles erledigt. Wir fahren Richtung See… JUUUUUCHUUUUUUH!!!

Fünf Kilometer weiter.

Ich: „Schatz, hast Du die Kaffeemaschine ausgemacht?“

Er:  „Nee, hast Du nicht?“

Ich:“Nee, machst Du doch immer…!“

Schwub wir drehen um, fahren nochmal zurück. Und ja, die Kaffeemaschine war noch an. 

Jetzt aber!!!

Die Fahrt verläuft ruhig. Der Hund ist an allem interessiert und guckt hechelnd aus dem Heckfenster. Er legt sich die ganze Fahrt nicht hin.

Nach ca. anderthalb Stunden (es ist jetzt 12.30 Uhr) kommen wir in Duhnen an. Alle Parkplätze sind besetzt. Irgendwie hatten alle die Idee an die See zu fahren. Wir fahren auf den einen Parkplatz, obwohl er besetzt ist. Der Parkplatzwächter winkt ab. Wir sollen fahren. Wir beratschlagen noch, was wir machen sollen und ein PKW verlässt den Parkplatz. Der Parkwächter winkt uns heran und sagt, wir sollten schauen. Es könnte aber sein, dass gar kein Platz mehr frei ist. Er habe so langsam den Überblick verloren. Vor uns versucht jemand in eine viel zu enge Parklücke zu kommen. Ein Ehepaar hält an unserem Auto an und sagt, sie hätten ganz hinten rechts extra für uns noch einen Parkplatz frei gelassen. Wieso sie das uns sagen und nicht den anderen fünf Wagen die noch vor uns dran waren? Keine Ahnung, ist mir auch egal… …ich bin selbstsüchtig. Außerdem jault der Hund auch schon wieder. Wir haben ja gehalten…

Wir schlängeln uns an den wartenden Autos vorbei und ja! – da ist er, der Parkplatz, der nur auf UNS gewartet hat. 

Das war ja einfach. 

Wir steigen aus, der Hund springt freudig aus dem Auto und ist so aufgeregt, dass er bzw. sie erstmal gar nichts saufen mag. Das riecht hier ja überall ganz anders als zu Hause.

Wir fragen den Parkwächter, ob es denn auch einen Hundestrand gäbe? Nein, nur in Sahlenburg. Naja, man kann ja nicht alles haben. So schauen wir uns das Watt vom Deich aus an und nachdem wir davon genug haben, setzten wir uns in ein nettes Lokal und verspeisen Fisch, Nordseekrabben und Speckbratkartoffeln. Der Hund liegt unter dem Tisch, als ob er schon immer ein Kneipenhund gewesen wäre. 

Der erste Restaurantbesuch hat also auch problemlos geklappt.

Das einzige was nervt, sind diese kleinen Handtaschenhunde. Die leiden ja völlig an Selbstüberschätzung. Mein GROßER aber lieber und total aufgeschlossener Hund, der andere Artgenossen nur anschnüffeln will und am liebsten durch das Watt rennen würde geht auf jeden Hund mit gespitzten Öhrchen und wedelnder Rute zu. Natürlich halte ich sie kurz, weil es ja eh ziemlich voll ist auf dem Deich und ich natürlich niemanden zu Fall bringen möchte. Sie kommt gar nicht in die Nähe der Hunde. Die kleinen Wauzis laufen teilweise an der langen Leine oder sogar ohne und rennen kläffend auf sie zu und knurren. Die menschliche Begleitung hat alle Hände voll zu tun, die kleinen Kläffer zu bändigen. Einer Frau schneidet das dünne Seil der Leine sogar in die Hand, so dass sie laut „Aua“ ruft. Schert ihren Pfiffi wenig. Der geifert weiter und will meinem Schäferhund an den Hals. Der guckt etwas verblüfft und bellt einmal. Schon schreien einige Leute, wir sollten bloß die große Bestie festhalten und warum so ein böser Hund keinen Maulkorb tragen würde. 

Hä?

Ich verkneife mir ein: „Soll sie ihre Trethupe doch in der Tasche spazieren tragen!“ und verlasse den Deich. 

Mit den großen Hunden versteht sie sich prima. Die knurren, wenn sie nicht schnuffeln wollen, dann lässt sie sie in Ruhe oder sie schnuffeln, was dann natürlich einen Stau auf dem Fußweg verursacht. 

Alles in allem hat sie gut durchgehalten und war auch superlieb, wenn sie auch jeden Grashalm beschnüffeln musst und man nicht ganz so schnell vorwärts kam wie ohne den Wutz. Dafür war sie dann auf der Promenade etwas schneller. Dort gab es ja keine Grasflächen. Die Tüte habe ich, welch Glück, auch nicht gebraucht und nun steht dem Harzurlaub mit Hund wohl nichts mehr im Wege.

Generalprobe bestanden!!!

Ein bisschen mehr Schamhaftigkeit stünde vielen nicht schlecht…

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Ich bin weder prüde noch verschlossen. Aber es gibt Dinge, die muss ich der Öffentlichkeit einfach nicht mitteilen und die will ich von anderen Personen auch nicht wissen!!!

Wie ich da jetzt drauf komme?

Ich wohne in einem zur Kleinststadt mutierten Dorf, bzw. außerhalb davon. Nun muss ich in des Städtchens Kern,  wenn denn der Einkauf größer ausfällt, vier Kilometer mit meinem Wägelchen fahren. Einkaufen finde ich lästig.

Da komme ich gerade von diesem besagten Großeinkauf, singe lauthals ein Stück aus dem Radio mit und bin ganz zufrieden mit mir, weil ich den Einkauf nicht bis kurz vor Ladenschluss aufgeschoben habe. Ein guter Tag! Rechts und links am Straßenrand säumen Autos den Weg und mitten auf der Straße steht so eine Autofahrerin (Frau am Steuer, sage ich nur) und unterhält sich lauthals mit einem Mann, der gerade in seinem Garten rumwerkelt. Trotz dieser ungewollten Pause lasse ich mir meine Laune nicht verderben. In den Gärten fremder Menschen gibt es ja immer etwas zu sehen. So auch heute…

Also die Gärten sind ja eigentlich hinter den Häusern. Und vor den Häusern sind die kleinen Vorgärten, die jeder von der Straße aus einsehen kann. Mein Blick wandert langsam über die vier Vorgärten in meinem Blickfeld. Da hat doch glatt jemand seine Wäsche vor dem Haus aufgehängt. Will ich wissen, was derjenige, der mir wohl bekannt ist, trägt? 

Nein, will ich nicht!

Zu spät!!!

Neben seinen schwarzen Slips hängt auch so ein Teil wo er sein Teil hineintun kann und zwar in Elefantenform – schick an den beiden Ohren aufgebamselt mit Rüssel zur Straße…

Hilfe, jetzt habe ich Kopfkino!

Wenn er das nächste Mal in die Praxis kommt muss ich aufpassen, dass ich ihn nicht mit: „Guten Tag Herr Elefant…“ anrede… :D